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Angebots-Check Photovoltaik: Stimmt, was dir angeboten wurde?

Ein Angebot für eine Photovoltaikanlage ist schwer zu prüfen, weil man nicht weiß, was fehlen könnte. Dieser Check geht drei Fragen nach: Ist das Angebot vollständig, passt die versprochene Ertragsprognose zur Einstrahlung an deinem Standort, und wo steht der Preis gegenüber einer öffentlichen Stichprobe echter Angebote?

▶ Kurz erklärt: PV-Angebot prüfen: Was ist wirklich enthalten?
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Das Video zeigt ein festes Modellbeispiel, nicht deine aktuellen Eingaben.

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So rechnet dieser Rechner

Erwarteter Ertrag = Einstrahlung(Standort, Ausrichtung, Neigung) × Anlagenleistung × Wechselrichter-Wirkungsgrad × (1 − Verschattung) × (1 − Systemverluste). Preislage = Preis je kWp ÷ Mittelwert der Angebotsstichprobe für diese Größenklasse.

Zuerst die benannten Leistungen: Module und Wechselrichter mit Typ, Montagesystem, Gerüst, Elektroarbeiten, Anmeldung, Inbetriebnahme, Garantien, Ertragsprognose und Fertigstellungstermin. Was du nicht als benannt markierst, wird zur Klärung aufgeführt. Ein fehlendes Häkchen beweist nicht, dass die Leistung vertraglich ausgeschlossen ist.

Dann die Ertragsprognose: Wir nutzen die PVGIS-Daten des PV-Rechners, mit einem Referenzpunkt je Bundesland sowie deinen Angaben zu Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Unterschiede von mehr als zehn Prozent werden hervorgehoben. Diese Schwelle ist redaktionell gesetzt, keine technische Toleranz. Eine Abweichung belegt keine falsche Prognose für dein Dach; lass dir Standort und Annahmen der Fachplanung erläutern.

Zuletzt der Preis. Verglichen wird gegen Mittelwerte aus 71 PV- und 70 Speicherangeboten, die die Energieberatung der Verbraucherzentrale zwischen Januar 2025 und August 2026 tatsächlich gesehen hat, aufgeschlüsselt nach Größenklasse. Diese Aufschlüsselung ist wichtig: Eine 5-kWp-Anlage kostet je Kilowatt fast doppelt so viel wie eine mit 16, weil Gerüst, Anfahrt und Elektrik kaum mit der Größe wachsen.

Die Referenz meint den reinen Anlagenteil. Stecken Gerüst, erneuerte Hauselektrik, Notstrom, ein Energiemanagement-System, eine Wallbox oder eine Dachsanierung im Preis, verweigert der Check den Vergleich, statt ein schiefes Urteil zu fällen — dann würde der reine Anlagenteil gegen ein Komplettpaket gehalten.

Ein niedriger oder hoher Preis wird als Abstand zum veröffentlichten Mittelwert dargestellt, nicht als Gut- oder Schlechturteil. Die Quelle veröffentlicht keine numerische Streuung; unsere Prozentgruppen bilden deshalb keinen gemessenen Marktkorridor ab. Prüfe den Leistungsumfang unabhängig vom Preis.

Welche Unsicherheiten bleiben

  • keine PrüfungDer Check kennt die Bauteile nicht. Ein billiges Modul und ein gutes sehen für ihn gleich aus — ein Angebot mit guten Noten kann trotzdem das schlechtere sein.
  • 71 AngeboteDie Preisreferenz ist eine Stichprobe aus einem Bundesland, keine Markterhebung. Sie sagt, wo ein Angebot gegenüber diesen Angeboten steht — nicht, was marktüblich ist.
  • ± 10 %Unsere Schwelle zur Gruppierung von Modellabweichungen, keine gemessene Unsicherheit und kein zulässiger Höchstfehler einer Fachplanung.
  • ab 4 kWpDarunter endet die Angebotsstichprobe. Für kleinere Anlagen ordnet der Check den Preis nicht ein, statt die Kurve fortzuschreiben.
  • je BundeslandDie Einstrahlungsdaten haben diese Auflösung. Zwischen zwei Orten desselben Bundeslands unterscheidet der erwartete Ertrag deshalb nicht.
Nachgerechnet

10 kWp für 15.900 Euro entsprechen 1.590 Euro je kWp. Gegenüber dem veröffentlichten Mittelwert von 1.410 Euro sind das rund 13 Prozent mehr. Das liegt in unserer Gruppe ±15 Prozent, bestätigt aber keinen marktüblichen Preis. Eine zusätzlich angegebene Ertragsprognose wird separat mit der regionalen Modellreferenz verglichen. Eine längere reale Amortisationszeit lässt sich aus dieser Abweichung allein nicht ableiten.

Häufige Fragen

Sagt der Check, ob mein Angebot zu teuer ist?
Nein, und das ist Absicht. Er sagt, wo der Preis gegenüber einer Stichprobe von 71 echten Angeboten steht. Eine aktuelle, repräsentative und nach Leistungsumfang vergleichbare Marktdatenbank liegt diesem Check nicht zugrunde. Die Verbraucherzentrale schließt eine Orientierung an ihrer PV-Tabelle für aktuelle Anlagenpreise ausdrücklich aus. Der Abstand zum Stichprobenmittel ist deshalb kein Urteil über die Marktüblichkeit.
Ist ein niedriger Preis ein Warnsignal?
Nicht allein. Der Check zeigt die Abweichung vom veröffentlichten Mittelwert als Hinweis. Daraus lässt sich weder Qualität noch Vollständigkeit ableiten. Vergleiche Leistungsumfang, Komponenten und Vertragsbedingungen separat.
Woher wisst ihr, was an meinem Standort ankommt?
Wir kennen nicht die Einstrahlung auf deinem konkreten Dach. Die vorbereiteten PVGIS-Daten repräsentieren einen Punkt je Bundesland und werden von unserem Server geladen. Sie liefern einen regionalen Modellvergleich, ersetzen aber keine standortgenaue Ertragsprognose.
Mein Angebot enthält eine Wallbox. Warum vergleicht ihr den Preis dann nicht?
Weil die Referenz den reinen Anlagenteil meint. Eine Wallbox, ein Gerüst oder eine erneuerte Hauselektrik sind darin nicht enthalten. Den Vergleich trotzdem zu ziehen hieße, Ihr Komplettpaket gegen einen anderen Umfang zu halten. Lass dir die Zusätze getrennt ausweisen — danach sagt der Vergleich etwas.
Ersetzt der Check eine Beratung?
Nein. Er prüft Vollständigkeit, Schlüssigkeit und die Lage zur Referenzstichprobe. Über die Qualität der Bauteile, den Zustand deines Dachs und die Zuverlässigkeit des Betriebs sagt er nichts — und genau das entscheidet oft mehr als der Preis.
Quellen

Nächster Schritt

Passt dazu

Kennt die Qualität der Bauteile nicht — nur Vollständigkeit, Schlüssigkeit und die Lage zur Referenzstichprobe.

Modellstand 09/2026 · Datenquelle PVGIS/EU-Kommission, Angebotsstichprobe der Verbraucherzentrale · zuletzt geprüft am 05.09.2026keine Kaufberatung