PV-Amortisationsrechner: Wann hat sich die Anlage bezahlt?
Eine Dachanlage rechnet sich über zwei Ströme: den Strom, den du selbst verbrauchst und deshalb nicht kaufst, und den Überschuss, den du für die Einspeisevergütung abgibst. Die selbst verbrauchte Kilowattstunde ist fast fünfmal so viel wert wie die eingespeiste — 37 gegen 7,7 Cent. Deshalb entscheidet der Eigenverbrauch über die Rendite, nicht die Anlagengröße.
So rechnet dieser Rechner
Der Ertrag kommt aus demselben PVGIS-Datensatz wie beim Balkonkraftwerk — zwei Rechner, eine Datengrundlage, damit die Zahlen zueinander passen.
Die statische Amortisation teilt die Investition durch den Überschuss im ersten Jahr. Die Rechnung mit Preisentwicklung summiert die Überschüsse Jahr für Jahr, mit 0,5 % Leistungsverlust und 2 % Strompreissteigerung pro Jahr. Sie diskontiert diese Zahlungen nicht; eine abgezinste dynamische Amortisation wird nicht berechnet.
Die Rendite ist der interne Zinsfuß der Zahlungsreihe über den gewählten Modellhorizont von 20 Jahren. Dieser ist nicht identisch mit dem gesetzlichen Vergütungszeitraum aus Inbetriebnahmejahr und 20 weiteren Kalenderjahren. Betriebskosten von 1 % der Investition pro Jahr für Versicherung, Zählermiete und die Rücklage für den Wechselrichtertausch sind abgezogen.
Eine Förderung wird von der Investition abgezogen, nicht vom Ertrag. Das klingt selbstverständlich, wird in Angeboten aber gern anders gerechnet.
Welche Unsicherheiten bleiben
- ZeitwertDie Amortisationszeit enthält keine Abzinsung. Der interne Zinsfuß ist eine separate Kennzahl der Zahlungsreihe.
- WetterjahrePVGIS beschreibt die Schwankung der Jahreserträge als Standardabweichung der betrachteten Wetterjahre. Unser Datensatz speichert sie für Süd/30° am regionalen Referenzpunkt, nicht für jede gewählte Montage. Sie ist weder eine maximale Abweichung noch die Gesamtunsicherheit des Rechners.
- EigenverbrauchDie Eigenverbrauchsquote ist modelliert, nicht gemessen. Eine feste prozentuale Fehlergrenze ist dafür nicht validiert.
- 20 J.Die Rechnung endet nach 20 Modelljahren. Ein verbleibender Vergütungszeitraum, mögliche gesetzliche Verlängerungen und der Restwert sind nicht enthalten.
- EEG-EffekteZeitweise Vergütungsausfälle bei negativen Börsenpreisen (§ 51 EEG) und technische Einspeisebegrenzungen (§ 9 EEG) werden nicht simuliert. Die Anwendbarkeit hängt unter anderem von Inbetriebnahme, Anlagengröße und Messausstattung ab. Der Einspeiseerlös kann deshalb überschätzt werden; 60 % Leistungsbegrenzung bedeutet nicht 40 % Jahresertragsverlust.
- offenStrompreisentwicklung. Die 2 % Steigerung sind bewusst vorsichtig gewählt.
- AngebotDie Kosten kommen aus deinem Angebot. Ein zu hoher Preis lässt sich nicht wegrechnen.
9,8 kWp nach Süden mit 30 Grad in München, ohne Speicher, 14.500 € Investition, 4.200 kWh Verbrauch im Familienprofil: Mit den aktuellen Modellannahmen trägt sich die Anlage nach rund 12,1 Jahren, wenn Degradation und Preisentwicklung berücksichtigt werden. Der interne Zinsfuß über 20 Jahre beträgt rund 5,4 % pro Jahr. Die Amortisationszeit wird ohne Abzinsung berechnet; der interne Zinsfuß ist eine separate Kennzahl.
Häufige Fragen
Lohnt sich eine größere Anlage oder eine, die zum Verbrauch passt?
Rechnet sich ein Speicher?
Warum sind statische und dynamische Amortisation verschieden?
Was ist mit Steuern?
- PVGIS 5.3, Europäische Kommission (JRC) — Strahlungsdaten SARAH3, 2005–2023
- Bundesnetzagentur · EEG-Fördersätze
- BDEW-Strompreisanalyse — Haushaltsstrompreis
- BMF: Umsatzsteuer bei Photovoltaikanlagen
- § 3 Nr. 72 EStG: Einkommensteuerbefreiung
- § 52 Abs. 4 EStG: Anwendungszeitpunkt
- Wattgenau — Methodik, Konstanten und Grenzen
Nächster Schritt
20 Jahre Laufzeit, Einspeisevergütung nach EEG, Degradation und Betriebskosten berücksichtigt.