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Ladekosten E-Auto: Zuhause, öffentlich oder mit PV-Überschuss?

Was ein elektrischer Kilometer kostet, hängt fast vollständig davon ab, wo geladen wird. Zwischen Hausstrom und Schnellladesäule liegt der Faktor zwei — bei gleichem Auto und gleicher Strecke.

So rechnet dieser Rechner

Kosten = Σ Ladeorte ( Jahresstrom × Anteil_Ort × Preis_Ort ) Jahresstrom = Jahres-km ⁄ 100 × Verbrauch je 100 km

Die vier Ladeorte werden nach ihren Anteilen gewichtet. Die Anteile müssen nicht auf 100 kommen — gerechnet wird mit den Verhältnissen. Mindestens ein Anteil muss größer als null sein.

Der eigene PV-Strom wird nicht mit null angesetzt, sondern mit der entgangenen Einspeisevergütung. Er ist nicht umsonst; er ist nur billiger, weil man auf den Einspeiseerlös verzichtet.

Die Wallbox rechnet sich gegen das, was dieselben Kilowattstunden öffentlich kosten würden — nicht gegen null.

Welche Unsicherheiten bleiben

  • TarifLadetarife streuen zwischen 0,38 und 0,99 €/kWh. Die Startwerte sind Mittelwerte, keine Zusage.
  • ±20 %Der reale Verbrauch hängt an Tempo, Temperatur und Ladeverlusten. Im Winter liegt er deutlich höher.
  • Blockier- gebührStandzeitgebühren und Grundgebühren von Ladetarifen sind nicht enthalten.
  • VerbrennerDer Vergleich rechnet nur Kraftstoff, keine Wartung, Steuer oder Versicherung.
Nachgerechnet

13.000 km, 18 kWh je 100 km, 60 % zuhause, 15 % öffentlich AC, 15 % Schnellladen, 10 % PV: 2.340 kWh im Jahr für rund 938 €, also 7,2 ct je Kilometer. Gegenüber dem Verbrenner mit 6,8 l je 100 km und 1,79 €/l beträgt die Ersparnis rund 645 € pro Jahr. Davon getrennt wird die Wallbox gerechnet: Gegen öffentliches AC-Laden beträgt ihr Vorteil rund 267 € pro Jahr. Damit amortisieren sich 1.200 € Wallboxkosten nach rund 4,5 Jahren.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Wallbox?
Sie lohnt sich über den Preisunterschied zum öffentlichen Laden, nicht über die Ladegeschwindigkeit. Wer überwiegend zuhause lädt, hat sie meist in zwei bis vier Jahren wieder drin. Wer ohnehin auf der Straße parkt, kauft mit ihr vor allem Bequemlichkeit.
Wie viel bringt Laden mit PV-Überschuss?
Der Unterschied ist nicht Strompreis gegen null, sondern Strompreis gegen entgangene Einspeisevergütung. Bei 37 ct Bezug und 7,7 ct Vergütung sind das rund 29 ct je Kilowattstunde — real, aber nur für die Kilowattstunden, die tatsächlich in der Sonnenzeit ins Auto gehen.
Warum ist Schnellladen so viel teurer?
Die Leistung muss vorgehalten werden: Netzanschluss, Transformator und Ladepark kosten unabhängig davon, ob geladen wird. Diese Fixkosten stecken im Arbeitspreis. Für die Langstrecke ist das der Preis für Zeit — für den Alltag lohnt es sich selten.
Quellen

Nächster Schritt

Passt dazu

Ladetarife streuen stark — alle Preise sind überschreibbar.

Modellstand 09/2026 · Datenquelle BDEW-Strompreisanalyse, eigene Modellannahmen · zuletzt geprüft am 05.09.2026keine Kaufberatung